Text & Leere
Dunkle Lettern spicken
Nur spärlich die Seiten
Serifen zum Schmucke
Leere füllt die Lücken
Das Nichts sticht ins Auge
Bedeutungslos der Text
Dunkle Lettern spicken
Nur spärlich die Seiten
Serifen zum Schmucke
Leere füllt die Lücken
Das Nichts sticht ins Auge
Bedeutungslos der Text
Im Wind wiegt sich das Schilf
Wiegt mich in Sicherheit
So vertraut scheint mir dies Feld
Und doch… fremd
Nur Konturen dringen hindurch
Durch den dichten Nebel
Die Weiden vom Nebelschleier verhüllt
Lassen die Köpfe hängen in Trauer
Orientierungslos bleibe ich an der Stelle
Der Nebel dicht wie Stein
Kein Licht erreicht mich
Durch den dichten Nebel
Das Hören ersetzt das Sehen
Das Gluckern und Rauschen
Das Krächzen der Krähen
Alles scheint so vertraut
Und doch… fremd
Durch den dichten Nebel
In Unruhe verharren
Wo der Novembermond
Den Weg der Zeit bescheint
Und den Weg betrachtend
Der hinten und der vorne liegt
Dem nahen Horizont blind entgegen gehen
Den Rest wird man dann sehen
Viele Monde gekommen gegangen
Zeit verronnen und dann
Ist es wieder so weit
Die Ernte wird eingefahren
Eingefahren die Wege
Die wir seit ewigen Zeiten
Immer wieder beschreiten
Die Erde gehärtet vom Frost
Unbeweglich so scheint es
Die Trägheit der Masse
Und doch unentwegt in Bewegung
In Unruhe verharrt
Unterm Mondschein silbern glänzend
Unaufhaltsam der Fluss
So gehen sie und kommen
Momente in der Erinnerung
Bald klar bald verschwommen
Und im Mondschein betrachten wir
Wohin wir gehen und woher wir kommen
Bevor wir dem nahen Horizont blind entgegen gehen
Den Rest wird man dann sehen
Aus Trauerweiden geknüpft
Ein Golem mir geschaffen
Ranken erweckt zum Leben
Ein Donnern und ein Beben
Die Luft erfüllt vom Wiederhall
Wolkenverhangen der Himmel
Bald bricht schon hindurch das Blau
Und wärmend strahlt der goldne Schein
Nun graut ein neuer Tag
Und in der neuen Helle meines Geistes
Erkenn’ ich nun das Wesen
Das ich schuf aus Ranken
Entsprang nur den Gedanken
Wolken, grau wie der Stahlbeton
Grinsend lachen die Trauerweiden
Schadenfreudig, die Gedankenleser
Geborstene Säulen säumen den Pfad
Die Warnungen fanden kein gehör
Es wurde die Losung ausgegeben:
Keine Gnade den Ungnädigen!
Zerbrochene Köpfe säumen
Ausgetretene Gedankenwege
Kontaminationsalarm!
(streng geheim)
Bedrohlich dröhnend, Drohnen
Elektrische Felder
Schaudernd stehend vorm
Scherbenhaufen:
Eiskristall methodisch
nächtliche Schatten
verschleiert durch Neuronenfeuer
Werk, bezeugen sie, von dunklen Mächten
Stockend stochernd im Klärschlamm
Zeitenwände begrenzen hermetisch
Aktendeckel beenden die Untersuchung
Nicht den Rasen betreten
Darfst dich nicht verspäten
Lauf geradeaus
Bleib nicht stehen
Sollst immer weiter gehen
Sie wollen Leistung sehen
Sollst dich raushalten
Gefühle ausschalten
Geschrieben/Written Januar/January 2011
And he said to me
Few moments last forever
And this one passed
So where is this place
You told me so much about
You never said where
Where are our minds when
When we just sit there and smile
Listen to the wind
Can you feel it too
Have you ever thought about
About the fields of home
The trees they have grown
Many a cloud has passed by
Has anything changed
Malerei an der Wand
Wer hat dich hier hingemalt?
Jeder geht vorbei
Kann dich sehen
Bleibt auch mal einer stehen?
Versucht dich zu verstehen?
Sie gehen einfach weiter
Haben keine Zeit
Immer im Stress
Nicht mehr aufnahmebereit
Nicht mehr zur Veränderung bereit
Malerei an der Wand
Wer hat dich erdacht?
Wer hat dich hier angebracht?
Keiner nimmt sich hier die Zeit dich anzusehen
Zeit ist Geld regiert die Welt dreht sich weiter
Der Markt ist beunruhigt
Seine unsichtbare Hand
Zerschneidet die Gesellschaft
Mit der Schere zwischen Arm und Reich
Jetzt ist er beruhigt
Malerei an der Wand
Hat schon jemand deinen Sinn erkannt?
Oh wo geht es hin
Durch die Nacht
In die Dunkelheit
Im Scheinwerferlicht
Eine Figur aus schwarzem Nichts
Ich fürchte nichts
Mehr als den Untergang
Der Zivilisation
Er ist schon hier
Oder gab es sie nie
Zivilisation
Es war schön mit dir
Doch jetzt sind wir hier
Am Ende angelangt
Es ist zu spät
Haben alles unversucht gelassen
Wie konnten wir nur
Die letzte Chance verpassen
Zivilisation
Wir werden dich vermissen
März 2010 (Strophen 1 & 2) März 2011 (Strophen 3 & 4)