Peter Poet

Dichtung von Peter Hofmeister

Wer meint er kenne alle Antworten kennt nicht alle Fragen

In der Zeit verschwunden
Von allen Sorgen und Nöten entbunden
Vorbei fliegen im Gleichschritttempo
Die vielen verlorenen Sekunden
Wie Sandkörner im Strudel der Unendlichkeit
Die Erinnerungen verschwommen zur Unkenntlichkeit
Schwebend im dunklen Nichts der Ewigkeit
Ein kleiner Punkt nur auf der Leinwand der Zeit
Ein Pinselstrich und er ist verdeckt
In den Tiefen der Epochen versunken
Untergegangen im tiefen Ozean der Unwichtigkeit

Und doch ist nichts vergebens
Noch lang nicht alles verloren
Und doch ist ein jeder Teil seiner Zeit
Sie ist nicht zu stoppen
Es gibt kein zurück
Sie hat kein Erbarmen
Kein Ziel ist vorbestimmt
Nur ein Teil im Spiel der Teilchen
Was ist der Antrieb und die Kraft
Die alles im innersten Zusammenhält?
Fragen fliegen durcheinander
Weil nichts zusammen passt

Wohin führen all die Wege die wir beschreiten?
Wer will die Evolution bestreiten?
Die Welt ist eine Scheibe
Und sie ist im Mittelpunkt
Was ist auf der anderen Seite?
Und wie kommt man dahin?
Wieso sind wir hier und nicht woanders?
Wie kann man das rechtfertigen?
Uns geht’s hier gut in unserem Europa
Wer woanders arm geboren
Den lassen wir hier nicht rein

Wieso haben wir die Menschenrechte
Und halten sie nicht ein?
Was unterscheidet uns von Tieren?
Wir laufen nicht auf allen Vieren
Weshalb sind wir nie zufrieden?
Warum werden so viele schlechte Bücher geschrieben?
Wieso stellen wir so viele Fragen?
Wer meint er kenne alle Antworten
Der kennt nicht alle Fragen
Wenn alle Fragen beantwortet sind
Stirbt dann jede Hoffnung?

  1. von peterpoet gepostet