Peter Poet

Dichtung von Peter Hofmeister

Am Wegesrand

Am Wegesrand
Ich etwas fand
Es funkelte und blitzte
In lauer Frühlingssonne
Vorbei ein Eichhorn flitzte
In schnellem schritte
Mir den Schatz stibitzte

So ging ich nun voll Wunder
Was es mag gewesen sein
Den Pfad ein Stückchen weiter
Und erfuhr auch bald die Kunde
Es geschehe etwas drunten im Tale
Die Truppen mit ihren Kanonen
Marschieren ein zum wiederholten Male
Und die Gewehre sie sind geladen
Mit strahlenden Patronen

Die Panzer rücken vor
Und auf Befehl vom General
Ein übler Tor
Bleibt heut nichts mehr wie zuvor
Jeder Bau der wird vernichtet
Und Waffen auf Frauen
Und Kinder auch gerichtet

In all dem Schrecken
Den ich vernahm
Fand ich nun einen Trost
Gleichzeitig ich war erbost
Was mir das Eichhorn nahm
Darüber nun ich war sehr froh
Denn mir wurd auf einmal klar
Was das gewesen war

Am Wegesrand
Da sah ich’s liegen
Es blitzte und es strahlte
Die tödlich Munition
So fand das Eichhorn
Bald sein schrecklich Ende
Und ich werd’s überleben
Mit gestärktem Friedensstreben